Kategorie Archiv: Garten

Muskatellersalbei

Seit wir im botanischen Garten die majestätischen Muskatellersalbei gesehen haben, sind wir überzeugte Fans. Unbedingt wollten wir auch unseren Garten damit schmücken.

In der Gärtnerei am Hirtenweg kauften wir einen kleinen Setzling, der etwas klein blieb, was vermutlich an uns lag. Warum das so war, wissen wir aber bis heute nicht.

Wie enttäuscht waren wir, als er sich nicht aussamte. Das Jahr darauf blieb sein Platz leer.

Doch dann entdeckten wir im Kies unseres Sitzplatzes Blättchen, die wie Mini-Muskatellersalbei aussahen. Vorsichtig rieben wir daran und es roch auch so. Als wir umherschauten fanden wir immer mehr. Urs zog sie behutsam aus dem Kies und pflanzte sie in einen Topf. Und dort explodierten sie förmlich.

Handtellergrosse Blätter, stark strukturiert und haarig.

Und nun beginnen sie auch noch zu blühen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Beim genauen Hinschauen, entdeckst du die kleinen unscheinbaren Blüten, die von den kräftigen Deckblättern umschlossen sind.

Noch duften sie nicht, aber bald schon wird uns der betörende Duft fast betäuben. Dann wird der Topf einen Platz etwas weiter weg bekommen.

 

 

Schnecken und Sonnenblumen

Wir lieben Sonnenblumen. Jedes Jahr säen wir sie aus, das lassen wir uns nicht nehmen. Fertig gezogene Sonnenblumen kaufen wir nicht.

Letztes Jahr säten wir sie einfach in einen grossen Topf, die würden sowieso nicht kommen, dachten wir. Überraschenderweise schauten bald schon die Keimblätter heraus, sie wuchsen und entwickelten Blätter und wurden immer grösser. Wir liessen sie im Topf und freuten uns an den hohen Pflanzen.

In diesem Jahr versuchten wir es wieder. Nochmals in einem grossen Topf, das hatte ja geklappt. Aber in unserem Eifer hatten wir so viele Samen gekauft, dass nicht alle Platz hatten.

Also steckten wir noch einige in Aussaatschälchen. Diese jungen Sonnenblumen pflanzten wir später einfach in die Wiese.

In unserer Wiese wächst jedes Jahr etwas anderes. Letztes Jahr war es eine riesengrosse Distel, früher Margeriten, heuer sollten es Sonnenblumen sein.

 

 

Heute Nacht hat es geregnet, in Strömen. Ich wachte davon auf und dachte schon an die Schnecken, die sich jetzt an unsere Sonnenblumen heranmachen würden.

Und tatsächlich:

Die zartesten Blätter und Triebe abgefressen. Nach unserer ersten Wut und dem Ausstreuen mehrerer Handvoll Schneckenkörner, entfernten wir die Schnecken.

 

 

Faszinierend, wenn ich sie näher betrachte, wie geschmeidig sie sich

über den unebenen Boden bewegen. Und obwohl sie langsam kriechen, kommen sie vorwärts, weil sie dranbleiben. Sie gleiten aus ihren Verstecken, der Nase nach, geradewegs zu den Töpfen mit den begehrten Pflanzen, auf der Wiese, über Steine. Jedes Hindernis wird überwunden. Sie können senkrecht hinaufklettern, auf festem und auf losem Grund, auf schwankenden Ästchen. Eigentlich erstaunenswert.

 

Das könnten wir ihnen nachmachen.

Blätter essen wir schon;-)